Gepflegte Busse sind die Visitenkarte des Unternehmens

Busse sind nicht selbst reinigend. Hinter jedem sauberen Bus-Interieur vom „ Bus vu Chur“,  steht seit bald fünf Jahren die Arbeit von Liliane Frangi und ihren Mitarbeitern.

Wenn die meisten Menschen von der Arbeit nach Hause gehen, fängt für sie die Arbeit in den Bussen an. Bus für Bus - und es sind immerhin über zwanzig Fahrzeuge. Die Fenster, der Boden und die Sitze werden gereinigt. Ihr Dienst beginnt um 19.00 Uhr und endet zwischen 04.00 - 05.00 Uhr am Morgen. Die strengsten Zeiten sind im Winter, wenn die Strassen gesalzen sind - die Böden in den Bussen sind dann auch „gesalzen“, oder die Badesaison wenn die Fenster mit Sonnencreme verschmiert wurden.

Und was meint Frau Frangi dazu?

„Manchmal habe ich schon das Gefühl, die Busse seien die Abfallkübel von einigen Fahrgästen. Kaugummis klebten an allen möglichen und unmöglichen Stellen, Zeitungen und Papiere müssen eingesammelt werden. Die Nahrungsaufnahme findet eben nicht mehr nur am Mittagstisch statt - sondern vielfach eben dort wo man sich gerade befindet - manchmal eben auch im Stadtbus. Die Überreste davon bleiben in den Bussen liegen.

Einmal im Jahr wird „Generalreinigung“gemacht. D.h. sämtliche Sitze werden herausgenommen und mit Dampf gereinigt. Fenster und Armaturen sowie die Decke werden gründlich „unter die Lupe“ genommen und geputzt.

Bei der Arbeit höre ich CD’s oder Radio. Die Nächte gehen wie im Fluge vorbei. Wenn es Tag wird, fängt für mich die Ruhezeit an. Ich habe mich an diesen Rhythmus gewöhnt und mache meine Arbeit gerne.“