Wie kommt „frau“ zum Bus?

Pia Wellinger arbeitet seit Januar als Chauffeuse beim Stadtbus Chur. Jahrelang hat sie im Verkauf und als Pelznäherin gearbeitet. Sie habe an ihren Aufgaben Freude gehabt, wollte sich trotzdem beruflich verändern. Im Jahre 1996 machte sie daraufhin die Lastwagen-  und einige Jahre später die Carprüfung.

Auf die Frage, was ihr am neuen Beruf gefalle, antwortete Pia Wellinger:

„Mit gefällt das Fahren mit den grossen Fahrzeugen und die Verantwortung, die diese Arbeit mit sich bringt. Auch den Umgang mit den Fahrgästen schätze ich sehr. Mit der Zeit lernt man die Mitfahrenden kennen - nicht mit Namen natürlich, doch man weiss oft, wohin sie gefahren werden möchten. Spannend finde ich auch die Mischung von hektischen und ruhigeren Zeiten. Am wichtigsten ist es, folgende Grundsätze einzuhalten:

Sicherheit und Wohlbefinden der Fahrgäste sowie das Einhalten des Fahrplans. An den Fahrplan sind wir „gebunden“, doch niemals auf Kosten der Sicherheit und des Wohlbefindens unserer Fahrgäste,  weil verschiedene Anschlüsse an andere Verkehrsmittel oder an Zugsverbindungen eingehalten werden müssen. Das sind Momente, wo ich den Job hektisch und stressig finde. Ich möchte die Fahrgäste ja wirklich wohlbehalten und pünktlich ans Ziel bringen. Doch die Leute verstehen es meistens, dass wir die Verkehrssituationen schliesslich nicht ändern können.

Auf die Frage, wie sie mit dem Nachtdienst zurechtkomme, antwortete sie:

" Ich hatte bis jetzt noch keine Sekunde Angst bei der Ausführung meines Berufes. Auch habe ich bis heute noch keine schlechten Erfahrungen im Spätdienst gemacht.“