Klimaanlagen

dr BUS vu CHUR figuriert in Sachen Klimaanlagen, laut einem Artikel aus der Sonntagszeitung vom 22. August 2009, an erster Stelle im Vergleich mit 13 Schweizer Städten. Alle 25 Busse sind mit Klimaanlagen ausgerüstet.

Das Wesentliche an einer Klimaanlage ist, dass diese Geräte die Luft "abtrocknen" und damit das Klima im Bus angenehmer machen. Das ist von Bedeutung, wenn viele Leute im Winter mit feuchten Kleidern in den Bus einsteigen. Mit Klimaanlage beschlagen zum Beispiel die Scheiben nicht. Auch wenn nur wenige Grade Differenz zur Aussentemperatur (im Sommer) gehalten werden können, ist damit ein wesentlich angenehmeres Raumklima gewährleistet.  Unsere Werkstatt Crew ist dafür besorgt, dass sich die Leute im Bus wohl fühlen.

Seit ca. 1990 wurden sukzessive die Klimaanlagen neu produzierter Automobile auf das Kältemittel R 134 a umgestellt. Dieses Kältemittel enthält kein Chlor und ist deshalb ozonunschädlich. Die Arbeit an den Klimaanlagen darf nur von Fachleuten ausgeführt werden, die die „Kältemittel-Prüfung“ abgeschlossen haben. Einmal im Jahr werden die Anlagen gewartet. Das Kältemittel wird abgesaugt, gereinigt und wieder auf die richtige Menge aufgefüllt. Sämtliche Filtereinsätze werden erneuert.

Dass Klimaanlagen aber nicht eine Erfindung von „heute“ ist, belegen die nachfolgenden Geschichten.

Während Theaterbesuchen, offiziellen Empfängen und großen Versammlungen fielen die Leute früher reihenweise in Ohnmacht. Man schob die Schuld hierfür gerne den engen Korsetts der Damen und den engen Krägen (den sog. Vatermördern) der Männer in die Schuhe. Die eigentliche Ursache war jedoch die aufgewärmte und verbrauchte Raumluft in den stickigen, schlecht belüfteten Räumen. Da der Ventilator noch nicht erfunden war, sollten durch Wasserkraft angetriebene Blasebälge die Menschen mit Frischluft versorgen.
Es ist bekannt, dass der Erfinder Leonardo da Vinci auf Geheiß der Herzogin d'Éste eine Klimaanlage konstruierte, welche die Luft nicht nur kühlte, sondern sogar reinigte.

Da Vinci war jedoch nicht der einzige Pionier auf dem Gebiet der Klimatechnik. Der Nürnberger Maschinenbauer Georg Agricola stellte bereits 1550 einen Ventilator als Bestandteil eines Zu- und Abluftsystem für Bergwerke vor.

Bemerkenswertes ist aus dem Jahre 1865 zu berichten: Der englischstämmige Ingenieur Dr. Perey installierte im Londoner Parlamentsgebäude eine voll funktionsfähige Klimaanlage. Das damals moderne System war mit einer Wärme und Kälteversorgung, Ventilatoren, Luftfiltern und Luftbefeuchtern ausgestattet. Riesige Ventilatoren bliesen die Luft über Eisblöcke und kühlten sie auf diese Weise herunter.

Als Vater der neuzeitlichen Klimaanlagen bezeichnet man den Amerikaner Dr. Willis Carrier. Er baute 1902 die erste Industrieklimaanlage in einer Druckerei ein. Später traf er auf den Schwaben Dr. Ing. Albert Klein, der für die Firma Robert Bosch in Springfield/Massachusetts eine Be- und Entlüftungsanlage einbauen sollte. Carrier und Klein wurden Freunde, was sich positiv auf ihre Arbeit auswirkte. Gemeinsam entwickelten sie eine Klimaanlage, über die 1912 in der Fachzeitschrift 'American' zu lesen stand: "Es ist dies der erste Versuch - soweit wir wissen - um gute Arbeitsbedingungen während des heissen Wetters zu schaffen".